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PflanzaktionenPflanzaktionen


Foto: R. Fronczek


Foto: Tobias Scharnweber





Fotos: Monique Wölk

Dritte Pflanzaktion am 06. November 2015 in Eldena

Noch ist es eine Wiese, doch zukünftig sollen hier Obstbäume wachsen. Innerhalb der Spendenaktion „Ein Baum für meine Uni“ wurde am 6. November mit der Anlage einer Streuobstwiese in Eldena begonnen und die ersten 20 Äpfel-, Birnen-, Pflaumen- und Quittenbäume gepflanzt. Unter anderen fand die Aktion fleißige Helfer in der Klassenstufe 6 der Martinschule, die ihre gespendeten 10 Bäume auch gleich selbst in die Erde brachten.

Auf der Wiese an der Hainstraße kann mit Hilfe neuer Spenden in den nächsten Jahren eine vielfältige Streuobstwiese etabliert werden, die einen kleinen Einblick in den Sortenreichtum alter Obstgehölze eröffnet.

Dem Lageplan kann die aktuelle Sortenzusammensetzung entnommen werden.

 

Zweite Pflanzaktion am 07. November 2014 an der Ellernholzstraße 1-2

Am 07. November 2014 fand unsere zweite Pflanzaktion statt. Dieses Mal haben wir acht Obstbäume auf der Wiese an der Ellernholzstraße 1-2 gepflanzt.

Im Arboretum wurden außerdem zwei Sauerkirschen gepflanzt. Sie vervollständigen den mit Hilfe der Spendenaktion angelegten Obstgarten im dortigen Heide- und Kulturlandschaftsrevier.

Gemeinsame Pflanzaktion am 29.03.2014 im Arboretum der Uni Greifswald

Am 29. März 2014 fand die erste gemeinsame Pflanzaktion mit Spenderinnen und Spendern, Freunden und Unterstützern der Baumspendenaktion statt. Ungefähr 20 Personen waren dabei und haben selber zum Spaten gegriffen, um die 13 Obstbäume im Arboretum der Uni Greifswald zu setzen.

Gepflanzt wurden 7 verschiedene Apfelsorten, 2 Birnen-, 2 Pflaumen- und 2 Süßkirschensorten mit solch wohlklingenden Namen wie Gelber Richard, Pommerscher Schneeapfel, Gute Graue oder Kassins Frühe Herzkirsche. Ob der Geschmack des Obstes hält, was die Namen der verschiedenen Sorten versprechen, können die Spender und natürlich alle anderen Besucher des Arboretums testen, sobald die ersten Früchte reif sind.

Mit der Spenden- und Pflanzaktion wird das Arboretum bei der Umgestaltung des Heidegartens in einen Heide- und Kulturlandschaftsgarten unterstützt. Ziel ist es, die Umweltbildung im Rahmen von Forschung und Lehre an der Universität zu stärken, alte Obstsorten und ihre genetischen Besonderheiten zu erhalten und die Bäume zukünftig für Forschung und Lehre zu nutzen. So werden die Studierenden der Studiengänge Biologie und Landschaftsökologie von der Spendenaktion direkt profitieren: Im Anzuchtgarten werden an den neu gepflanzten Obstbäumen zukünftig die in den Lehrplänen festgelegten Pflanzenbestimmungsübungen vorgenommen und die Studierenden lernen anschaulich, welche besonderen Regeln beim Anziehen der Pflanzen zu beachten sind.

 

Zur Geschichte des Obstbaus in Vorpommern

Für die Auswahl der Obstbäume war ihre historische Erwähnung für Vorpommern, ihre norddeutsche Herkunft und ihre Verwendung in der ehemaligen akademischen Baumschule Greifswald ausschlaggebend.

Auch wenn Pommern kein typisches Obstland ist, so hat der Obstanbau hier doch eine lange Tradition. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es beispielsweise staatliche Regelungen dazu, wer wie viele Obstbäume zu welchem Zweck pflanzen musste. Die Universität Greifswald galt dabei mit den Obstplantagen auf ihren Gütern als Vorbild. Im Jahr 1800 wurde die Akademische Obstbaumschule im Greifswalder Wallgraben am Hauptgebäude der Universität unter der Leitung von Professor Quistorp angelegt und bis 1830 betrieben. 1809 gab es hier bereits 243 Apfelsorten, darunter 138 Birnen, 37 Kirschen und 44 Pflaumen. Der Standort war jedoch schlecht gewählt: Er war zu schattig und zu feucht. Die Fläche wurde schließlich dem Botanischen Garten zugeschlagen. Dieser nutzte die Baumschule auch für die universitäre Ausbildung. Ein Birnbaum der Sorte ‚Gute Graue‘ in der Altstadt dürfte noch aus dieser Zeit stammen.

Nachdem in den 1830er Jahren die Landwirtschaftsakademie Eldena angelegt wurde, diente vor allem die dortige Obstbaumschule unter dem Akademischen Gärtner und Gartenbaulehrer F. Jühlke – der den ‚Pommerschen Krummstiel‘, eine regionale Apfelsorte aus Vorpommern, beschrieben hat – der Ausbildung. Nach Auflösung der Akademie hatte die Baumschule noch bis nach 1900 Bestand und lieferte Pflanzen an den Botanischen Garten. Einige dieser alten Obstbäume gibt es noch heute in Eldena.

In den 1950er Jahren wurden unter der Leitung von Professor Rothmaler in der Obstbaumschule des Agrobiologischen Instituts der Universität auch die Gehölze des Arboretums angezogen, wie z. B. Wildäpfel. Aus dem Institut heraus wurde schließlich die Obstplantage Koitenhagen entwickelt.